

Neues Informationszentrum stellt die Entwicklung des Rheins vor
Am 17. Dezember 2011 wurde in Neupotz das Hochwasserschutz- und Rheinauen-Informationszentrum "Haus Leben am Strom" eingeweiht.
Anlass für die Einrichtung des Hauses ist der Bau des Polders Wörth/Jockgrim, der mit 18,05 Mio. m³ größten Hochwasserrückhaltung des Landes Rheinland-Pfalz am Oberrhein, von der die Gemeinde Neupotz in besonderem Maße betroffen ist.
Die Gemeinde hat erkannt, dass sie ihren Solidarbeitrag zur Verbesserung der Hochwassersicherheit am Rhein leisten muss, auch wenn die Ursachen der Hochwassergefahr nicht in Neupotz zu suchen sind. Eine wesentliche Maßnahme zur Akzeptanzbildung war der Kauf des Anwesens mitten in Neupotz und seine Umwandlung in ein öffentliches Informationszentrum. Das 1783 erbaute Fachwerkhaus beheimatete im Laufe seiner über 200-jährigen Geschichte eine Metzgerei, eine Gaststätte, eine Schmiede sowie die örtliche Milchzentrale.
Mit dem Ausbau sollen mehrere Dorfentwicklungsziele erreicht werden. Als vorrangiges Ziel soll das Gebäude unter dem Motto „Leben am Strom“ den Besuchern Einblicke in das Naturphänomen Hochwasser am Oberrhein und die daraus resultierenden Schutzstrategien sowie die europaweite Einzigartigkeit der nahegelegenen Rheinauen vermitteln. Die Einrichtung umfasst Ausstellungen in vier „Zeit-Räumen“ in denen die Naturgeschichte des Oberrheins, Hochwassergefahr und Hochwasserschutz mit der Kulturgeschichte des Dorfes Neupotz verknüpft werden. Die Ausstellung enthält Informationen zur Natur- und Siedlungsgeschichte und zur Flussgebietsentwicklung des Oberrheins.
Hier wird anhand von Schautafeln, Vitrinen mit Objekten und Modellen die Entwicklung des Rheins vorgestellt und erläutert. Diese Entwicklung reicht vom ungestalteten Wildstrom (nacheiszeitlicher Urstrom) mit seiner Natur und Landschaft über seine Besiedlung (von den Bandkeramikern über die römische Besetzung bis zu den mittelalterlichen Städten) bis hin zur Industrialisierung und dem neuzeitlichen Ausbau (Begradigung, Wasserstraße, Verkehr, Staustufen und Kraftwerke). Die Geschichte des Dorfes Neupotz vom Fischerdorf über das Bauerndorf, als Auswandererdorf und als Standort des Hochwasserschutzes bis hin zur neuzeitlichen Wohnsiedlung wird mit Exponaten und Tafelbildern dargestellt.
Die Gesamtkosten für das Informationszentrum belaufen sich auf rund zwei Mio. Euro.
Bild 1: Gebäude in den 1960er Jahren, Quelle: Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd
Bild 2: Einladung zur Einweihung, Quelle: Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd
Am 17. Dezember 2011 wurde in Neupotz das Hochwasserschutz- und Rheinauen-Informationszentrum "Haus Leben am Strom" eingeweiht.
Anlass für die Einrichtung des Hauses ist der Bau des Polders Wörth/Jockgrim, der mit 18,05 Mio. m³ größten Hochwasserrückhaltung des Landes Rheinland-Pfalz am Oberrhein, von der die Gemeinde Neupotz in besonderem Maße betroffen ist.
Die Gemeinde hat erkannt, dass sie ihren Solidarbeitrag zur Verbesserung der Hochwassersicherheit am Rhein leisten muss, auch wenn die Ursachen der Hochwassergefahr nicht in Neupotz zu suchen sind. Eine wesentliche Maßnahme zur Akzeptanzbildung war der Kauf des Anwesens mitten in Neupotz und seine Umwandlung in ein öffentliches Informationszentrum. Das 1783 erbaute Fachwerkhaus beheimatete im Laufe seiner über 200-jährigen Geschichte eine Metzgerei, eine Gaststätte, eine Schmiede sowie die örtliche Milchzentrale.Mit dem Ausbau sollen mehrere Dorfentwicklungsziele erreicht werden. Als vorrangiges Ziel soll das Gebäude unter dem Motto „Leben am Strom“ den Besuchern Einblicke in das Naturphänomen Hochwasser am Oberrhein und die daraus resultierenden Schutzstrategien sowie die europaweite Einzigartigkeit der nahegelegenen Rheinauen vermitteln. Die Einrichtung umfasst Ausstellungen in vier „Zeit-Räumen“ in denen die Naturgeschichte des Oberrheins, Hochwassergefahr und Hochwasserschutz mit der Kulturgeschichte des Dorfes Neupotz verknüpft werden. Die Ausstellung enthält Informationen zur Natur- und Siedlungsgeschichte und zur Flussgebietsentwicklung des Oberrheins.
Hier wird anhand von Schautafeln, Vitrinen mit Objekten und Modellen die Entwicklung des Rheins vorgestellt und erläutert. Diese Entwicklung reicht vom ungestalteten Wildstrom (nacheiszeitlicher Urstrom) mit seiner Natur und Landschaft über seine Besiedlung (von den Bandkeramikern über die römische Besetzung bis zu den mittelalterlichen Städten) bis hin zur Industrialisierung und dem neuzeitlichen Ausbau (Begradigung, Wasserstraße, Verkehr, Staustufen und Kraftwerke). Die Geschichte des Dorfes Neupotz vom Fischerdorf über das Bauerndorf, als Auswandererdorf und als Standort des Hochwasserschutzes bis hin zur neuzeitlichen Wohnsiedlung wird mit Exponaten und Tafelbildern dargestellt.Die Gesamtkosten für das Informationszentrum belaufen sich auf rund zwei Mio. Euro.
Bild 1: Gebäude in den 1960er Jahren, Quelle: Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd
Bild 2: Einladung zur Einweihung, Quelle: Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd
